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In jedem Lebensalter ist Lebensqualität gefragt. Auch im hohen Alter!
In den letzten Jahren hat in unserer Gesellschaft ein Umdenken über das Altern stattgefunden. "Lainz" ist zum Synonym für üble Mißstände in diesem Bereich geworden. Man ist sich heute bewußt, dass es nicht genügt, alte Menschen nur mit Nahrung, Körperpflege und Medikamente "am Leben zu erhalten", materiell reduziert auf einen Kasten und ein Bett, sondern dass man ihnen mehr zu bieten hat. Es geht vor allem um menschliche Zuwendung. Jene Zuwendung, die im normalen Tagesbetrieb der Pflegeheime nicht geleistet werden kann.
Daneben gibt es aber Entwicklungen, die die Problematik des Alterns in Zukunft noch akut verschärfen werden. Knappe Kassen in den Sozialsystemen und eine immer älter werdende Gesellschaft mit ansteigender Lebenserwartung wird zum Problem. Wie akut es tatsächlich ist, zeigen die Prognosen der Statistik Austria. Derzufolge wird die Altersstruktur der Bevölkerung mittelfristig (2020) rund 26% über 60-jährige und ältere Menschen betragen, bis 2030 wird diese Zahl auf mehr als 30% ansteigen. Also keine ermutigenden Zahlen und keine angenehmen Perspektiven für Verantwortliche in diesem Bereich...
Die Tageszeitung "Kurier" (http://kurier.at) brachte in ihrer 1. Ausgabe vom 18.06.2010 einen bemerkenswerten Artikel, der diese Misere, die da auf uns zukommt, eindrucksvoll belegt. Zum Artikel. |
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Prof. Frank Michael Weber ist seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Sterbebegleitung tätig und kennt die Probleme hautnah. Sein Resümee ist: "Es muss etwas von privater Seite geschehen!"
Seine persönliche Antwort darauf ist das Projekt "Märchenwelten - Menschenleben", welches derzeit in zwei Geriatriezentren in Wien erfolgreich umgesetzt wird und durch w+w kultur auf eine breitere Basis gestellt werden soll. Unterstützt wird dieses Projekt von der VHS Wien und dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz. Allerdings sind wesentlich mehr finanzielle Mittel erforderlich, um eine größere und wirtschaftlich unabhängige Personalstruktur aufbauen zu können. Siehe auch "Pflegeanimateure".
Wir als Verein halten es mit der chinesischen Volksweiheit " Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt " und deuten diese dahingehend um, dass wir sagen, "auch die kleinste Unterstützung ist ein Schritt in die richtige Richtung" nämlich jener, einen Beitrag zu mehr Humanität für betagte Menschen jetzt zu leisten. Es mögen nur genügend Schritte folgen.
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